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Testbericht Toyota Verso S

Toyota Verso S
Toyota Verso S - Toyotas neues Raumwunder

Japaner kehren mit dem Verso S wieder ins Minivan-Segment zurück mit Viel Platz, aber Schwächen bei den Motoren.

Bei den Minivans klaffte bei Toyota lange eine Lücke: Seit 2005 haben sich die Japaner in Deutschland diesem Fahrzeug-Segment verweigert.
Jetzt gibt es mit dem Verso S einen verspäteten Nachfolger für den Yaris Verso. Der Neue ist ein Raumwunder.Das Kofferraum-Volumen und der Platz für die Fondpassagiere sind gemessen an den Konkurrenten in dieser Fahrzeugklasse üppig. Nur 3,99 Meter ist der Verso S lang, damit ist er 30 Zentimeter kürzer als der stärkste Konkurrent Opel Meriva. Doch die Passagiere auf der Rücksitzbank merken von der kurzen Karosserie nichts. Grund sind auch die dünnen Lehnen der Vordersitze.

Im Laderaum lässt sich dank der umklappbaren Rücksitzbank allerlei verstauen. Auf beachtliche 1388 Liter lässt sich das Stauraum- Volumen ausdehnen. 19 Ablagen und Halter machen den Innenraum noch praxistauglicher. Leichte Schwächen zeigte Toyotas neuer Minivan, der ab dem 19. März bei den deutschen Händlern steht, beim Antrieb. Vor allem der 99 PS starke Benzin-Motor ließ bei Testfahrten im mittleren Drehzahlbereich Durchzugskraft vermissen. Also heißt es da, kräftig aufs Gaspedal zu treten. Mehr Fahrspaß bietet das alternativ angebotene Diesel-Aggregat mit 90 PS. Mit einem Durchschnittsverbrauch von lediglich 4,3 Litern ist der Diesel gleichzeitig sehr sparsam. Allerdings wird bei der Anschaffung ein Preisaufschlag von 2.350 Euro fällig. Deshalb erwarten die Japaner auch wohl nur einen Absatzanteil des Selbstzünders von dürftigen zehn Prozent. Weitere Motoren für den Verso S will Toyota in absehbarer Zeit nicht anbieten. Denkbar wäre auf Dauer lediglich ein Hybrid-Antrieb, hieß es.

Überzeugend sind die souveränen Fahreigenschaften des Verso S. Mit leichtgängiger Lenkung war der Minivan bei Testfahrten auch auf kurvenreicher Strecke immer sicher unterwegs. Sein geringes Gewicht macht ihn zudem äußerst agil. Als Getriebe-Varianten stehen für den Diesel ein Sechsgang-Schaltgetriebe und zum Aufpreis von nur 850 Euro ein automatisiertes so genanntes Multi-Mode-Getriebe zur Wahl. Für den Benziner bieten die Japaner neben dem Sechsgang-Schalter für 1.275 Euro eine stufenlose Multidrive-Automatik an.
Vier Ausstattungsvarianten bietet Toyota für den Verso S an: Schon in der Basisvariante sind sieben Airbags an Bord, außerdem elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung. 1.250 Euro extra kostet in der Cool-Variante ein zusätzliches Audiosystem und eine manuelle Klimaanlage. Für nur weitere 750 Euro zusätzlich gibt es im „Life“ unter anderem ein aufwendiges Audio-System, ein Lederlenkrad
und eine Rückfahrkamera.
Der Verso S Club (Aufpreis: 1350 Euro) bietet dann auch eine Klimaautomatik. Sinnvolles Extra ist die Start-Stopp-Automatik, die im Benziner für 470 Euro angeboten wird. Ein beeindruckendes Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnenrollo kostet 450 Euro.

Toyota Verso S 1.3 1.4 D
Hubraum ccm 1329 1364
Leistung kw/PS 73/99 66/90
Drehmom Nm. bei U/min 125/4000 205/1800
Höchstgeschw. 170 175
Beschleun. 0-100 13,3 12,1
Verbrauch l/100 km 5,5 4,3
Co2 g/km 127 113
Kraftstoff Benzin Diesel
Kofferraum l 429/1388 429/1388
Schadstoffkl. Euro 5 Euro 5
Vers. HP/VK/TK 14/22/17 17/24/17
Preis € 14.950 17.300

 

Stand 05.03.2011