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Testbericht Peugeot 207

Peugeot 207: Mal sportlich, mal klassisch – aber immer wohlriechend

Voll im Soll: Die derzeit am heißesten diskutierte Anforderung an ein Kraftfahrzeug erfüllt der neue Peugeot 207 mit dem Dieselmotor schon mal vorbildlich. Sein Wert für den CO2-Ausstoß liegt bei 126 Gramm pro Kilometer. Der von der EU-Kommission geforderte Wert lag bei 120, auf 130 einigte man sich schließlich. Bei den Benzinmotoren sehen die Werte allerdings nicht so rosig aus.

Nun gut. Zum Test stand schließlich der fürs Umweltgewissen gute Diesel bereit. Doch die Latte hängt für den 207 nicht nur bei der Umweltfreundlichkeit hoch. Schließlich ist der seit knapp einem Jahr auf dem Markt befindliche Kleinwagen der Nachfolger des Peugeot 206. Das ist immerhin der meistverkaufte Peugeot aller Zeiten. Gegenüber dem kleinen Bruder 206, der weiterhin angeboten wird, ist der 207 satte 21 Zentimeter länger, damit überschreitet er die Vier-Meter-Marke knapp. Das hat auch Auswirkungen auf das Parken. Die Lücken für die Kleinwagen passen nicht mehr.

Diese Größe macht sich auch im Innenraum bemerkbar. Hier freuen sich Fahrer- und Beifahrer über ein üppiges Platzangebot. Die Passagiere auf der hinteren Bank haben es allerdings nicht mehr so gut. Sie sind darauf angewiesen, dass die Vordersitze in den Rückenlehnen Einbuchtungen haben, in denen ihre Knie verschwinden können.

Außen macht der 207 eine sehr gute Figur. Eine schwungvolle Seitenlinie, ein ganz knapper Radüberhang hinten und eine markante Front mit einem großen Löwen als Markenzeichen tragen dazu bei. Erstmals bietet Peugeot eine Front in zwei Versionen an. Eine klassische und eine sportliche Variante. Bei der sportlichen Front ist der Lufteinlass größer und markanter gestaltet, außerdem sind die Nebelscheinwerfer in Chrom eingefasst und ragen in den Lufteinlass hinein. Die keilförmigen Scheinwerfer komplettieren bei beiden Varianten das typische Peugeot-Gesicht. Den Designern ist mit einer Mischung aus weichen Linien und kantigen Sicken ein markantes und attraktives Fahrzeug gelungen. Große Fensterflächen sorgen darüber hinaus für viel Lichteinfall und somit ein freundliches Fahrerlebnis. Wem das noch nicht hell genug ist, kann mit dem für 410 Euro erhältlichen Panorama-Glasdach noch mehr Licht und Luft hineinlassen.

Doch was draußen optisch gut aussieht, ist drinnen nicht immer praktisch. Von innen lassen sich die Endpunkte des Fahrzeugs nur schwer erkennen. Wer also nicht mit der Tasttechnik einparken möchte, sollte die 210 Euro Aufpreis für die Einparkhilfe investieren. Diese warnt allerdings nur hinten, nach vorne muss weiterhin geschätzt werden.

Vier Ausstattungslinien, fünf Benzin- und einen Dieselmotor bietet Peugeot für den 207 an. Wer einen Dreitürer mit 73-PS-Motor wählt, kann mit 12100 Euro starten. Hier gibt es bereits ABS, EBV und Notbremsassistent, Front- und Seitenairbags, Servolenkung und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Topmodell ist der Diesel in Platinum-Ausstattung für 21100 Euro. Dort sind unter anderem elektrisch anklappbare Außenspiegel, Kurvenlicht, Reifendrucksensoren, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und Regensenor im Preis enthalten.

Ein kleines Schmankerl bietet Peugeot allen Motorisierungen und Ausstattungslinien an: einen Parfümspender im Armaturenbrett. Zwar wurden die schönen Düfte von den Ägyptern erfunden, doch das Zentrum der europäischen Duftindustrie liegt heute im französischen Grasse. Das verpflichtet. Und so können sich die 207-Fahrer und -Fahrerinnen für 50 Euro insgesamt sieben wohlriechende Düfte in den Innenraum holen.