Flexibilität und Sicherheit: Opel hat in der dritten Generation des Zafira einen deutlichen Sprung gemacht – in puncto Größe, Flexibilität und Sicherheit. Das neue Selbstverständnis des Familienautos zeigt sich im neuen Namenszusatz „Tourer“, suggeriert er doch eher eine komfortable Reise in den Urlaub als den Bringdienst für die Kinder der Nachbarschaft zum Kindergarten oder Sportverein. Und es gibt einen weiteren Grund, den neuen Zafira, der Mitte Januar auf den deutschen Markt kommt, „Tourer“ zu nennen. Der Beiname hilft die Verwechslung mit dem aktuellen Zafira zu vermeiden. Der bleibt nach dem Verkaufsstart des Neuen als preiswertes Einstiegsmodell im Opel-Programm.
Die Verwandlungsfähigkeit des Siebensitzers wurde noch einmal deutlich verbessert. Die dritte Sitzreihe ist nach wie vor in eine ebene Ladefläche zu verwandeln. In der zweiten Reihe haben die Ingenieure spürbar Hand angelegt. Serienmäßig besteht sie jetzt aus drei Einzelsitzen. Der besondere Clou ist ein „Lounge-Sitzsystem“, das seinem Namen alle Ehre macht – allerdings nur in der Top-Ausstattungslinie „Innovation“ohne Aufpreis mit an Bord ist. Ein Klapp- und Drehmechanismus ermöglicht den Umbau des mittleren Sitzes zu einer Armlehne für die beiden Passagiere auf den äußeren Sitzen. Durch das Verschieben der Außensitze um bis zu 28 Zentimeter entsteht ein Gefühl von üppigem Raum nach allen Seiten. Der Zafira ist nicht nur noch praxistauglicher geworden. Auch Design und Materialien geben dem Kompakt-Van einen Schuss Hochwertigkeit. Äußerlich fallen vor allem die markanten Leuchten in Bumerangform auf. Auch die für Opel-Fahrzeuge inzwischen typische Bügelfalte auf der Motorhaube gibt dem Zafira ein dynamisches Gesicht. Bei Testfahrten wirkte sich der um 57 Millimeter verlängerte Radstand ebenso wie die größere Spurweite positiv auf den Fahrkomfort aus.
Der Innenraum ist lichtdurchflutet, vor allem, wenn der Käufer bereit ist, 1300 Euro für eine Panorama-Windschutzscheibe auszugeben. Auch die geteilte ASäule erhöht das Freisitz-Gefühl für Fahrer und Beifahrer. Auffallend ist im Innenraum die große Zahl oft großvolumiger Ablagen. Als Motoren stehen für den neuen Zafira zum Verkaufsstart drei unterschiedlich starke 2.0-Turbodiesel und zwei 1.4-Turbobenziner zur Auswahl. Als Basismodell gibt es schon ab 22 950 Euro einen 1.8-Liter-Benziner mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe.
Sechs-Gang-Getriebe sind in allen anderen Varianten mit an Bord. Der größte Diesel und der größte Benziner sind für 1650 Euro extra auch als Automatik zu haben. In Kürze soll es ein 2.0-Turbodiesel-Modell geben, das nur 119 Gramm CO2 pro Kilometer erzeugt. Sicherheit wird im neuen Zafira großgeschrieben. Als Extras werden zahlreiche Assistenzsysteme angeboten. Sie reichen von der Verkehrsschildererkennung über einen Toter-Winkel-Warner bis hin zum Abstands-und Kollisionswarner. Die Fülle an Warngeräuschen und Cockpit-Einblendungen wird dann aber gewöhnungsbedürftig.
04.11.2011