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Nissan Evalia
Der Mannschaftswagen - Nissan Evalia

Testbericht Nissan Evalia

Der neue Nissan Evalia bringt der Familie viel Platz und auch ein wenig Komfort.

Neben „umweltfreundlich“ und „sparsam“ gibt es heutzutage für Familien noch zwei andere Vokabeln, die beim Kauf eines neuen Autos wichtig sind: „preiswert“ und „geräumig“. Auch die Einkindfamilie braucht heute schnell ein größeres Auto. Wenn die Fußballmannschaft des Juniors zum Turnier oder die Ballettriege der Tochter nach dem Kindergeburtstag nach Hause gefahren werden soll.
Das funktioniert nicht mehr so wie vor 30 Jahren, als sich fünf Kinder auf dem Rücksitz knubbelten und sich zwei andere den Vordersitz teilten. Das sehen Polizei und Eltern heute gar nicht gerne. Zu Recht! Heute hat jedes Kind seinen eigenen Platz mit eigenem Anschnallgurt. Aber nicht alle Familien können sich die nobel ausgestatteten Familienvans leisten. Da ist es gut, dass Nissan jetzt eine preiswerte Alternative bietet.
Aus der Nutzfahrzeugsparte kommend, bietet der Evalia auf der Basis des Nissan NV 200 in der Grundausstattung fünf Sitze, die gegen Aufpreis um zwei Klappsitze in der dritten Reihe erweitert werden können. Dort können nicht nur die Kinder der Fußballmannschaft, sondern auch deren erwachsene Trainer Platz nehmen.

In der günstigsten Variante gibt es den Evalia für unter 20 000 Euro. Der Benzinmotor mit 81 kw/110 PS kostet 19 480 Euro. Für Platz sechs und sieben müssen noch mal 800 Euro draufgelegt werden.
Der Benziner machte bei ersten Testfahrten in der Stadt einen guten Eindruck. Der Motor arbeitet leise vor sich hin und soll eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h erreichen. Alternativ hat Nissan zwei Dieselaggregate im Angebot.Der 90-PS-Motor kostet 21 270 Euro, der 110-PS-Motor 21 870 Euro. Beide Diesel haben 1,5 Liter Hubraum. Alle drei Motoren erfüllen die Euro-5-Norm. Die beiden Diesel verbrauchen laut Werksangaben etwas über fünf Liter, der Benziner rund sieben Liter.

Die Liste fürs Extra-Zubehör ist knapp gehalten: Neben der hinteren Sitzreihe stehen dort noch die Metallic-Lackierung für 350 Euro und die kombinierte Radio-Navigation inklusive Tempomat für 700 Euro. Ansonsten hat der Evalia erstaunlich viele Dinge serienmäßig
an Bord: Rückfahrkamera,Klimaanlage,Alufelgen und schlüssellosen Zugang über  ntelligent Key.
Für einen Familienvan ist der Evalia erstaunlich kompakt unterwegs. Die 4,40 Meter Länge – viele Kombis sind länger – lassen sich auch in engen Innenstädten gut manövrieren. Die hohe Sitzposition, große Fensterflächen und endlich einmal großzügig bemessene Spiegel
ermöglichen gemeinsam mit der serienmäßigen Rückfahrkamera stets einen guten Überblick. Die beiden seitlichen Schiebetüren ermöglichen stressfreies Ein-und Aussteigen auch in engen Parkbuchten und -häusern. Dass die Designer bei so einem preisgünstigen Fahrzeug im Innenraum nicht mit Leder und Aluminium um sich werfen, versteht sich. Doch die Materialien im Innenraum machen einen guten Eindruck und sind solide verarbeitet. Dass allerdings die Metallstreben der mittleren Rückbank offen im Raum stehen,ist unnötig und hätte im Hinblick auf Verletzungsmöglichkeiten für die jungen Beine besser anders gelöst werden sollen.
Ein Auto ohne viel Schnickschnack, das seinen Zweck gut erfüllt: Familie und Freunde sicher und preiswert von A nach B zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger.