Kia Sportage: Garantierte Qualität
Kia gewährt seinen Kunden eine siebenjährige Garantie auf den Sportage.
Man sieht es nicht gleich auf den ersten Blick, aber der Kia Sportage ist in diesem Jahr noch einmal aufgemöbelt worden. Wer den kompakten SUV noch immer etwas antiquiert findet, dem sagt der Hersteller: neuer Kühlergrill, ein paar optische Details verfeinert - und vor allem an Ausstattung und Motorisierung gefeilt. So entwickelt der Sportage seine neuen Stärken erst auf den zweiten Blick. Immerhin.
Seit gut fünf Jahren bietet der koreanische Autobauer den Sportage als kleineren Bruder des Sorento an. Für die Koreaner gilt der Sportage als Erfolgsmodell mit gut 21 000 Zulassungen in Deutschland - also haben sie den Wagen stets weiterentwickelt. Seit zwei Jahren wird er gar in Europa gebaut: Im slowakischen Zilina rollt er neben der Mittelklasse-Limousine Ceed vom Band. Kia rühmt sich ausdrücklich der hohen Produktionsqualität und verbürgt sich ein ordentliches Stück weit dafür: Sieben Jahre Garantie - das ist nicht selbstverständlich.
Wer einmal eingestiegen ist in den hohen Kompakten, entdeckt schnell die satte Ausstattung. Serienmäßig kommt der Sportage mit einem Audiosystem daher, das nicht nur CDs abspielt, sondern auch MP3-Player akzeptiert und den iPod gar steuern kann. Die Sitze bieten guten Seitenhalt, das Lederlenkrad ist dick und griffig. Bei den höheren Ausstattungslinien sind dann auch Tempomat, Klimaautomatik und Sitzheizung an Bord - und das alles zu einem immer noch ziemlich attraktiven Preis.
Dem Test stellte sich der gehoben ausgestattete Sportage EX mit Allradantrieb. Da fehlt dem Fahrer praktisch nichts mehr - für einen Listenpreis von 27 240 Euro. Lediglich Leder-Teilausstattung (835 Euro) und das Navigationssystem für knapp 2000 Euro gehen als Extras durch. Unter der Testwagen-Motorhaube verbarg sich der neue Zwei-Liter-Diesel mit 150 PS, der in diesem Jahr einen zehn PS schwächeren Diesel abgelöst hat. 305 Newtonmeter Drehmoment erzeugt er - das ist völlig ausreichend für den rund 1,8 Tonnen schweren Allrounder.
Stadt, Land, Autobahn: Überall bot der Kia komfortables Reisen. Die „On-Road-Eigenschaften wurden jüngst verbessert. Damit trägt Kia dem Fakt Rechnung, dass nur wenige Autofahrer mit ihrem Auto ins Gelände starten. Dass ein Display im Innenspiegel stets die Himmelsrichtung angibt, ist im deutschen Schilderwald wohl ebenfalls eher ein nettes Gimmick als ein überlebenswichtiges Feature.
Fünf Personen sitzen in dem SUV sehr bequem, dafür wird´s dann im Kofferraum ein wenig eng. 332 Liter bis zur Fensterhöhe und 573 Liter bis Dachhöhe sind Golf-Klasse. Dafür lassen sich die Rücksitze im Sportage kinderleicht umklappen, es entstehen 1411 Liter Stauraum (Golf: 1305).
Übrigens: Wer weniger sparen will, kann sich für das Top-Modell entscheiden. Der 2,7-Liter-Benziner mit 175 PS bietet die beste Ausstattung und Tempo 180. Der Verbrauch liegt dann jedoch bei zehn Litern Super statt bei 7,1 Litern Diesel.