Chevrolet Spark: Ein Kleiner gibt sich selbstbewusst
Chevrolet hat den Matiz-Nachfolger Spark aufgewertet. Das pfiffiges Auto für den Stadtverkehr soll junge Käufer locken.
Die Abwrackprämie hat allen Herstellern von Kleinstwagen Rückenwind beschert. Besonders selbstbewusst gibt sich deshalb Chevrolet - „die zweite selbstständige General-Motors-Marke in Europa neben Opel“. Mit Stolz präsentiert die US-Marke den neuen Spark, der als Nachfolger des noch als Daewoo eingeführten Einsteigerautos Matiz junge Leute gewinnen soll. Angriffslustig steht der Neue da, mit pfiffigem Design außen und innen - und einem Preis, der überzeugt. Ab 8990 Euro ist der Spark ab März zu haben.
Äußerlich auffällig ist vor allem das 1,52 Meter hohe Dach des Spark, das den Mini-Chevrolet einem Van ähnlich erscheinen lässt. Unterstützt wird dieser optische Eindruck von einer Dachreling. Im Vergleich zum Matiz hat der ebenfalls in Südkorea gebaute Spark üppigere Maße: Mit 3,64 Meter ist er 14 Zentimeter länger als sein Vorgänger. In der Breite übertrifft er den Matiz mit knapp 1,60 Meter um zehn Zentimeter. Auch der Radstand ist gewachsen: um 3,5 Zentimeter auf fast 2,38 Meter.
Das Gesicht des Spark ist frech: Übergroße Scheinwerfer demonstrieren das neue Selbstbewusstsein der Marke. Am Heck fallen groß dimensionierte Leuchten auf.
Auch die inneren Werte des Stadtflitzers überzeugen - vor allem optisch. Farbige Anzeigen und ein originelles Instrumenten-Outfit sollen junge Menschen ins Cockpit locken. Musik hören kann man im Spark in vielfacher Weise: Anschlüsse für iPod, MP3-Player und USB-Stick ergänzen das klassische Radio (mit Aufpreis inklusive CD-Player). Die Beinfreiheit auf den Rücksitzen ist - kein Wunder in dieser kleinen Fahrzeugklasse - nicht üppig. Aber selbst Erwachsene finden für kurze Strecken ausreichend Platz. Der Kofferraum, mit einem Volumen von 170 Litern, ist durch Umlegen der Rücksitze auf 994 Liter erweiterbar.
Zwei Motoren stehen für den Spark zur Auswahl. Die beiden Vierzylinder haben einen Hubraum von 1,0 bzw. 1,2 PS und leisten 68 sowie 82 PS. Im Laufe des kommenden Jahres sollen beide Motoren auch als Autogas-Varianten zu den Händlern kommen.
Bei Fahrtests wurde klar, dass es sich lohnt, zur stärkeren Motorisierung zu greifen. Der 1,2-Liter-Benziner zeigte sich im Stadtverkehr äußerst agil und wendig. Als Sprinter hat jedoch auch der größere Spark mit den 12,1 Sekunden, die er für die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt, keine Weltmeister-Qualitäten. Doch bei einem Stadtflitzer ist dieses Können auch selten gefragt.
Mit einem Durchschnittsverbrauch von bescheidenen 5,1 Litern sind beide Spark-Aggregate umweltfreundlich. Der Ausstoß von lediglich 119 Gramm CO² pro Kilometer macht den Chevrolet ökologisch vertretbar.
Neben der Basis-Ausstattung, die nur mit kleiner Motorisierung zu haben ist, gibt es den Spark auch als LS- und LT-Variante. Zum Aufpreis von 1900 Euro hat der Spark LS unter anderem eine manuelle Klimaanlage, eine Zentralverriegelung und ein höhenverstellbares Lenkrad mit an Bord. Für weitere 1000 Euro gibt es im LT beispielsweise eine automatische Klimaanlage und Parksensoren am Heck.
Das Sicherheitspaket ist für alle Ausstattungsvarianten üppiger als beim Matiz. Neben ABS sorgen doppelte Front-Airbags, Seiten-Airbags und im Sitz integrierte Luftsäcke für Brust und Bauch für den Schutz der Passagiere. Ein ESP, das bei Chevrolet mit ECS abgekürzt wird, gibt es nur als Extra. Aufpreis: 300 Euro.